Blog Entry No. 51 – One of the Good Ones

Liebe Bücherfans im Internet,

ich dachte mir, um genial in das neue Jahr zu starten, schreib ich direkt über ein richtig gutes Buch. Deshalb jetzt hier eine Rezension zu One Of The Good Ones, die wahrscheinlich nicht allzu lang wird, weil es fast nichts am Buch zu beanstanden gibt. Viel Spaß.

Diese Woche geht es um One Of The Good Ones von Maika und Maritza Moulite. Ich habe die deutsche Hörbuchausgabe gehört, die mir von NetGalley im Austausch für eine ehrliche Rezension zur Verfügung gestellt wurde. Sie wurde von Florence Adjidome gesprochen und umfasst etwas weniger als 11 Stunden Hörzeit. Ihr findet das Buch unter der ISBN 9783833744037, erschienen ist es am 10. November 2021.

Cover der deutschen Hörbuchausgabe.

Wie bei Felix Ever After wurde auch hier der Originaltitel als Titel für die deutsche Ausgabe belassen, was ich sehr gut finde, denn die Alternative „Eine von den Guten“ wäre an sich zwar auch möglich und denkbar, allerdings bringt die Englische Sprache den Vorteil mit sich, dass die Aussage ohne Geschlecht konstruierbar ist. Im Deutschen hingegen kann man den Titel nicht neutral formulieren, was aber wichtig wäre, da die Aussage dahinter, also der Grund, warum sich überhaupt für diesen Titel entschieden wurde, nicht geschlechtsspezifisch ist, sondern nur in diesem Fall an einer weiblichen Hauptrolle demonstriert wird.
Das Cover mag ich auch, da es Menschen zeigt, ohne Fotografien zu nutzen. Außerdem wird man direkt angeschaut, was eine viel intensivere Wirkung hat als eine andere Art des Covers (bspw. Landschaften oder Muster oder Ähnliches).

Klappentext: Ist es nicht genug, Mensch zu sein?!
Nach einer Demonstration wird die 17-jährige Schwarze Aktivistin Kezi verhaftet. Kurze Zeit später erhält ihre Familie die Information, dass Kezi bei einem Brand im Gefängnis ums Leben gekommen sei. Voller Trauer begeben sich ihre Schwestern Happi und Genny auf eine Reise, die eigentlich noch von Kezi geplant war. Quer durch die USA folgen sie dem sogenannten Green Book, einem Reiseführer, der Schwarzen Reisenden während der Zeit der Rassentrennung in den USA angab, wo sie unbehelligt tanken, essen oder übernachten konnten. Und Happi beginnt darüber nachzudenken, warum ihre Schwester nun zu einer Ikone der BLM-Bewegung wird.

Dieses Buch gehört zu denen, die ich am liebsten jeder Person, die mir begegnet in die Hand drücken würde, mit mindestens fünf Klebezetteln darauf, die allesamt dazu aufrufen, das Buch zu lesen. Nicht nur, dass unglaublich wichtige Themen behandelt werden und Perspektiven von People of Colour die Möglichkeit bekommen, gehört (oder gelesen) zu werden, One Of The Good Ones ist auch sehr vielschichtig. Die Geschichte wird in mehreren Erzählsträngen wiedergegeben, was zu Beginn etwas irritierend war (vor allem wenn man nebenbei noch anderen Tätigkeiten nachgeht, wie ich es bei Hörbüchern oft mache, dadurch dass alle Perspektiven von der gleichen Person gelesen werden, habe ich dann manchmal den Wechsel nicht gleich bemerkt), sich aber als starke Bereicherung herausstellte, sobald man einmal drin war. Ab einem bestimmten Punkt greifen die Erzählstränge alle ineinander und ergeben nach und nach immer mehr Sinn, was zu vielen ‚Aha-Momenten‘ führte, die ich bei Büchern immer sehr genieße. Auch die Plot Twists waren bei diesem Roman einige der beeindruckendsten, die ich bisher erlebt habe.

Lest es alle! Oder hört es euch an, die Hörbuchvertonung ist sehr angenehm und authentisch. Lasst People of Colour zu Wort kommen, hört zu und helft dabei Diskriminierung zu bekämpfen. Ich habe noch nie so viel über Afro-Amerikanische Geschichte gelernt, ohne eine wissenschaftliche Arbeit zu lesen. Wir brauchen mehr Bücher mit PoC Stimmen! Vor allem sollten mehr weiß-privilegierte Menschen solche Bücher lesen und sich ihre Privilegien vergegenwärtigen. Ich nehme mich da selbst natürlich nicht raus, auch ich habe in vielen Hinsichten sehr viele Privilegien und noch viel zu lernen.
Aber in One Of The Good Ones wird nicht nur Rassismus thematisiert, sondern auch der Umgang der Kirche (vorrangig in den USA, aber das Problem besteht auch in sehr vielen anderen Ländern) mit Menschen der LGBTQIA+ Community. Die Art, wie der konkrete Konflikt beschrieben wurde, empfand ich als sehr emotional und realistisch, einfach gut geschrieben. Auch hier: bitte mehr davon!

Ich hoffe das Buch zeitnah auf euren To-Be-Read-Listen zu sehen! 😉

-alles liebe, Aly

Eine Antwort zu „Blog Entry No. 51 – One of the Good Ones”.

  1. […] Wir machen weiter mit Tropes: Lieblings- und Hass-Trope?Aly: Ohh, so viele Hass-Tropes. Selma: Du musst den finden, der dich am meisten aufregt. Aly: *denkt nach* …. *denkt weiter nach*Selma: Okay, während du noch nachdenkst, beantworte ich die Frage erst mal, ich habe mir im Vorhinein nämlich schon Gedanken gemacht: Meine Lieblingstropes sind Enemies to lovers und Friends to lovers, denn ich finde es einfach schön, wenn Menschen Liebe finden. Bei Enemies to lovers ist außerdem auch meist viel (sexuelle) Spannung und Humor dabei, also wenn es gut gemacht ist! Nicht wenn es schlecht gemachte, toxische, sehr bedenkliche Beziehungen sind…Aly: *Hust*365 Tage*Hust*Selma: …die so leicht in dieses Rapy-Feeling abrutschen. *kritischer Räusper* Nein, wenn der Trope gut gemacht ist und man sieht, wie zwei sehr gegensätzliche, sich anfangs hassende Menschen zueinander finden, das gibt mir Hoffnung in die Welt. Und friends to lovers ist so die Verkörperung der Sehnsucht und Unsicherheit in ehrlichen, liebevollen Beziehungen. Die sind immer so süß und schön einfach, das seh ich gern. Und mein Hass-Trope wäre wahrscheinlich einfach das Gegenteil davon.Aly: *Verspürt den Drang einen schlechten Witz zu machen* Lovers to Enemies? Selma: *lacht* Das wäre ja mal ein geiler Trope! *reden kurz über Superheld*innen und ihre Ex-Partner*innen als ultimative Villains* Selma: Okay, ich habe einen neuen Lieblingstrope gefunden: Lovers to Enemies, vor allem in Komödien! Gut, zurück zur Frage, ja, mein Hass-Trope ist wahrscheinlich einfach, wenn Tropes, die ich mag, schlecht gemacht sind. So toxische, mit sexuellen Übergriffen versehenen und sehr unangenehme Beziehungen, vor allem wenn sie so auf einer Abhängigkeitsebene sind. Generell eigentlich alles, was einfach unangenehm zu sehen ist, beispielsweise auch so Liebesdreiecke, wo es so zwei Typen und ein Mädchen gibt und erste stressen sich so um das in die Ecke gedrängte Mädchen … *Hust*Twilight*Hust* Weißt du, wo du dir so denkst, können nicht einfach die zwei Typen zusammenkommen? Die haben mehr Spannung am laufen als alle anderen! Aly: Ja, der Triangle-Love-Trope ist bei mir auch definitiv ein Kandidat für die Kategorie Hass-Trope. Aber ich glaub was mich mittlerweile richtig nervt, sind Geschichten, die so durch und durch weißer hetero-cis-highscool-0815-shit sind, in denen es einfach null Diversität gibt. Ich mein, wie realistisch ist das bitte?!Selma: Die meisten zu oft genutzten Tropes in YA und NA wären okay für mich, wenn sie einfach gay wären. Mach es gay und dann ist es okay. Aly: Ja, aber wenn Repräsentation, dann bitte qualitativ gute. Ich bin überhaupt kein Fan davon, wenn etwas queer gemacht wird, nur um es auf Krampf aufzuwerten. Denn dann haben wir auch keine hilfreiche Repräsentation, sondern werden im Grunde nur zum Marketing genutzt. Aber als wir vorhin so über Enemies to Lovers geredet haben, ist mir SheRa eingefallen (Fangirl-Moment am Rande für die neu gemachte Serie), denn ich liebe diese Beziehung sehr von Friends to Enemies to lovers. Und zu Tropes, die ich mag: Ich bin tatsächlich ein Fan von so Liebe auf den ersten Blick Geschichten, wenn man von Anfang an merkt, dass da eine Verbindung und Spannung da ist, dass sie einfach einen vibe teilen und da wird einem einfach warm ums Herz. Ich liebe auch Bücher, die nicht zwingend einen Plot Twist für die Handlung brauchen, wie es leider in den meisten Fantasy-Büchern der Fall ist, und die dann aber vielleicht doch einen Plot Twist haben, der mich einfach vom Hocker haut. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist One Of The Good Ones. […]

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